Für die Italiener sind es die Nudeln, für die Mallorquiner ist es die Paella Pfanne mit Eiern und Reis. Beides ist für die Insulaner Grundnahrungsmittel für eine leckere, aber auch eher deftige Küche, denn wer auf Mallorca kocht, spart nicht am "reichhaltigen" Olivenöl, um Leckeres auf den Tisch zu bringen.
Die Paella Pfanne, die mit Nudeln (paella fideuá) oder eben mit dem eigens dafür vorgesehenen rundkörnigen Paella-Reis zubereitet wird, ist nach deutschem Empfinden eher eine Hauptspeise, doch auf Mallorca ist sie, auch bei den beliebten Mittagsmenüs, der erste Gang.
Zutaten sind entweder Hähnchen- und Kaninchenteile oder Meeresfrüchte oder gar beides, woraus die „paella mixta“ wird, bei der sich Fischiges und Fleischiges zu einer geschmackvollen Kombination vereinigen.
Paella wird in der Paellera zubereitet, einer großen runden Pfanne, in der Reis, verschiedene Gemüse und eben Meeresfrüchte und Fleisch so lange brutzeln, bis der Reis weich ist. Wenn Sie in Ihrem Ferienhaus auf Mallorca sind, probieren Sie es aus. Eine Paella Pfanne gehört einfach zu jedem guten Mallorca Urlaub dazu.
Rezepte für die Paella Pfanne gibt es viele:
Je nach Region der Insel kommen in das traditionelle Reisgericht Bohnen oder Paprikastreifen, Calamares oder Hummerscheren. Einige servieren das schmackhafte Mahl mit bereits "gepellten" Meeresfrüchten, andere bevorzugen Krebse und Krabben im "Ganzen" und puhlen direkt bei Tisch. Die Paella bekommt ihre typisch gelbe Farbe durch die Zugabe von etwas Safran.
So geht "Paella mixta": 3 oder 4 Hähnchenschenkel beim Fleischer in kleine Teile hacken lassen, in Olivenöl goldbraun anbraten. Aus der Pfanne nehmen. Eine große in kleine Stücke geschnittene Zwiebel in dem restlichen Öl ebenfalls goldbraun anbraten und rund 500 Gramm Meeresfrüchte nach Wahl dazu geben. Mit einem Liter Hühnerbouillon auffüllen und zwei Bechern Paella-Reis , Safran dazu.
Der Reis zieht langsam die Bouillon, deshalb zwischendurch vorsichtig rühren, damit der Reis nicht anbrennt. Mit Salz, schwarzem Pfeffer und vielleicht mit Knoblauch würzen. Allerdings gibt es in den Supermärkten fertige Gewürzmischungen für Paella, die durchaus für einen tollen Geschmack sorgen. Vorsichtig dosieren.
Es ist wie bei allen anderen Gerichten: Für Paella gibt es zahlreiche Rezepte. So geben viele mit dem Reis in kleine Stückchen geschnittene Tomate hinzu oder grüne Bohnen oder rote oder grüne Paprikastreifen
Eier sind vor allem in der Tortilla beliebt, einem spanischen Omelette. Die Zubereitung ist einfach. Zwei große (rohe) Kartoffeln werden in kleine Würfel geschnitten, eine halbe Zwiebel ebenfalls.
Beides kommt in eine beschichtete kleine Paella Pfanne (eventuell den Teig teilen, um zwei Tortillas herzustellen) und wird in zwei Esslöffeln Olivenöl bei geringer Hitze hellbraun angebraten. Die Pfanne zudecken und weitere fünf Minuten garen. Aus der Pfanne nehmen, vier Eier schaumig schlagen, etwas Salz hinzugeben, mit der abgekühlten Kartoffel-Zwiebel-Mischung verrühren. Wieder etwas Olivenöl in die Pfanne geben, die Mischung vorsichtig einrühren, die Pfanne abdecken und den "Teig" vorsichtig stocken lassen. Wenn die Masse fast fest ist, das Omelette mit einem Teller drehen, damit die Oberseite stocken kann. Eine Tortilla sollte keinesfalls zu dunkel werden.
Tortillas werden auf Mallorca gerne mit Pommes Frites gegessen und Salat. Sie sind aber auch beliebter Belag für das mallorquinische Pamb Oli, das Brot, das mit dem Saft der Tomaten sowie Tomatenscheiben belegt wird.
Als Tapas, die kleinen Gerichte, die als Zwischenmahlzeit auf Mallorca beliebt sind, liegen sie in fast allen Tapas-Bars inmitten der anderen Leckereien bereit. Für den kleinen Hunger reicht durchaus ein halbes der goldgelben runden Prachtexemplare, denn durch die Eier und das Öl ist das Gericht deftig und sättigend. Wie die mallorquinische Küche eben ist. (AHu)